Besuch der Gelsenkirchner SOLAWI „Lindenhof“

15 Interessierte besuchten am Samstag, dem 8. Oktober 2016, die SOLAWI in Gelsenkrichen, die anders als in Dortmund nicht auf Initiative von VerbraucherINNEn entstand.dsc_0077 Die Familie Schulze Schleithoff betrieb im Nebenerwerb in 2. Generation einen Resthof mit Schwerpunkt Tierhaltung in Gelsenkirchen. Im letzten Jahr plante die Familie mit Unterstützung des SOLAWI-Berater Klaus Strüber eine Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft mit je 60 Anteilen für Gemüse, Fleisch und Eier. Nach einem Info-Tag auf dem Hof waren alle Anteile vergeben und im Frühjahr 2016 begann das Abenteuer SOLAWI. Jeden Freitagnachmittag und Samtagvormittag können die Mitglieder, die auch aus Nachbarstädten kommen, ihren Anteil auf dem Hof abholen. In diesem Jahr wird es ein Winterlager zum Einlagern von Gemüse geben, damit es auch in den kalten Monaten immer etwas Gemüse für die Mitglieder gibt.

dsc_0083Wir hörten von Steffi und Martin, wie die SOLAWI aufgebaut ist, sie erzählten sehr ausführlich von den ersten Schritten zum Gemüseanbau, der Tierhaltung und den zur Verfügung stehenden Flächen und Maschinen. Wir besichtigten den Folientunnel, einige Tiere und den Gemüseacker nebenan. Zum Schluss schauten wir in der Ausgabestelle um. Hier gibt es übrigens keine „Freie Entnahme“ wie in Dortmund, sondern jemand vonm Hof packt die einzelnen Gemüseanteile zusammen.

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Besonders wichtig ist der gute Kontakt zwischen Solawi und Hofbetreibenden, jede Woche gibt es einen neuen Hofbrief, der über die neuesten Entwicklungen auf dem Lindenhof berichtet: Gemüseacker, Tiere, gemeinsame Aktionen sowie eine Übersicht über die abzuholenden Gemüsesorten sind wiederkehrende Themen.

Auch wenn die Geschichte und Struktur des Lindenhofs einzigartig ist und nicht auf andere Solawis übertragbar, nahmen wir doch viele Erfahrungen und Tipps zur Gründung unserer Solawi mit. Auch der Flyer der es Lindenhofs fand Anklang.lindenhof-solidarische-landwirtschaft-gelsenkirchen-flyer-122015-1

Am 3. November gibt es eine Zusammenfassung über unsere Exkursionen.

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SOLAWI-Treffen am 3.11.2016

Durch verschiedene Info-Veranstaltungen und persönliche Gespräche ist unsere SOLAWI-Gruppe mittlerweile auf fast 60 Menschen angewachsen.  Bei Besuchen bei bestehenden SOLAWIs konnten wir ein bisschen in die Praxis schauen und es gibt einen Bewerber, der möglicherweise Land anbieten könnte.
Jetzt ist es Zeit, sich gemeinsam zu überlegen, wie unsere SOLAWI aussehen sollte, damit wir die nächsten Schritte angehen können (Gesellschaftsform, GärtnerIN finden, Finanzen durchrechnen usw.).
Dazu laden wir Sie /Euch am Donnerstag, den 3.11.2016 in den Mehrzweckraum im Stadthaus Rheinberg (Kirchplatz 10)  von 18.30 – 20:30 Uhr ein.
Wir würden uns freuen, wenn viele dieser Einladung folgen.

 

Einen Überblick über die Interessierten an der SOLAWI: View Interessenten SoLaWi in a full screen map

Erinnerung: Vernetzungstreffen am nächsten Samstag, den 3.09.2016

Vernetzungstreffen – „Energiewende Niederrhein & westliches Ruhrgebiet“
Am Samstag, den 3. September 2016 von 9:30 – 15.30 Uhr kommen in der Stadthalle Rheinberg interessante MitspielerINNEN und Gleichgesinnte aus verschiedensten Bereichen zusammen, die Ihren Ideen und deren Umsetzung nützlich sind.

Ziel:
Themen & Menschen kennen lernen, Vertrauen aufbauen, zusammenarbeiten –> gemeinsamer Erfolg.
Wir möchten:

  • Die verschiedenen Initiativen und Entwicklungen lokal und regional miteinander  vernetzen, um Synergieeffekte und Wissenstransfer am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet zu stärken.
  • Interessierte und Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen – Energieerzeugung, Energieeffizienz, Mobilität, Nah- & Eigenversorgung, Nachhaltige Lebensstile und vieles mehr – zusammen bringen.

Gemeinsam weitere Gemeinschaftsprojekte finden/ entwickeln.

Organisatorisches:
Um die Kosten zu minimieren und die „Belastung“ zu verteilen möchten wir bitten, für ein kaltes Buffet Kleinigkeiten wie „Fingerfood-Gemüse“ (Tomaten, Paprika, Kohlrabi, Möhre o.ä.), Dips, Obst und Aufstrich für Brot nach jeweiliger Möglichkeit mit zu bringen.
Hierfür im Voraus herzlichen Dank.
Kaltgetränke, Brot und Butter werden von uns gestellt.

Programm/Ablauf

ab 09.20 Uhr Einlass/Ankommen

10.00 Uhr Begrüßung und Einführung

  • Bericht zu den Projekten
  • Mieterstrom-Initiative
  • Solidarische Landwirtschafts-Initiative
  • mögliche Genossenschaftsgründung regionale ganzheitliche Energiewende Niederrhein & westliches Ruhrgebiet
  • Vernetzungs-Wissenslandkarte
  • Diskussion
  • Bericht von neuen Einzel-Initiativen
  • Vorstellung von neuen konkreten Projekt-Ideen für das Netzwerk z.B. Elektromobilität, Nahmobilität, Gemeinschaftsmobilität …

ca. 12.00 Uhr – Mittag und intensiver Austausch/ Gesprächszeit
ab 13.00 Uhr  – Projekt-Gruppenarbeit
– zu bisherigen Projektideen
– zu vorgestellten neuen Projektideen
ab 13.45 Uhr – Zusammenfassung aus den Gruppen je 3 Min.
ab 14.00 Uhr Verabredungen sowie weitere Gespräche/ Ausklang
spätestens  15.00 Uhr Ende des 2. Netzwerktreffen

 

Solawi schnuppert in die Praxis

12 Interessierte an der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) aus Duisburg, Neukirchen-Vluyn, Moers und Rheinberg besuchten am Freitag, den 26.08.2016, die SOLAWI Kümper Heide in Dortmund. Jörg Lüling, dort verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, erzählte kurz etwas zur Hofgeschichte und dem angeschlossenen Lernbauernhof und erläuterte ausführlich die Struktur der Solawi. In Dortmund beschäftigt ein Trägerverein einen hauptberuflichen Gärtner, der für die 66 Mitglieder der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft rund 50 Gemüsekulturen anbaut. Interessierte können sich in verschiedenen Arbeitsgruppen, wie „Mitarbeit“, „Technik“, „Verteilung“ oder „Öffentlichkeitsarbeit“ einbringen. Das war ganz praktisch sichtbar, denn am Besuchstag wurde die Heuernte des Lernbauernhofs eingefahren, unterstützt von ca. 10 Freiwilligen.

Auch auf Schwierigkeiten, die in den drei Jahren seit der Gründung aufgetreten sind und auf Lösungsstrategien wurde eingegangen. So konnte beispielsweise der krankheitsbedingte Ausfall des hauptamtlichen Gärtners zeitweise durch verstärkte Beteiligung Freiwilliger bei Pflege und Ernte der Kulturen aufgefangen werden.

Danach wurden auf dem Feld die 50 Gemüsekulturen auf 60 Beeten und in 2 Folientunneln besichtigt und mit Gärtner Hennes über Bewässerung, Motorfräsen, Jungpflanzenanzucht, Schnecken und den Einsatz von Düngern diskutiert.

Jeden Freitag wird die wöchentliche Ernte der Solawi verteilt und abgeholt. Ein Blick in den Abholraum bildete den Abschluss des Besuchs auf der Solawi Kümper Heide, am letzten Freitag gab es pro Anteil, der im Monat 60 € kostet die auf der Tafel aufgeführten Gemüse.  DSC_0277.JPG

Die 12 ExkursionsteilnehmerINNEN fuhren mit vielen neuen Eindrücken nach Hause und nahmen neue Fragestellungen zur Gründung einer eigenen Solawi im Raum Duisburg/ Neukirchen-Vluyn, Moers und Rheinberg mit.

Eine weitere Solawi-Exkursion ist für Mitte September geplant.

Exkursion Solawi

Von der Theorie zur Praxis: nach den Vorträgen zur Solidarischen Landwirtschaft im Frühjahr können Interessierte am 26.08.2016 einen bestehenden Betrieb besichtigen. Wir starten voraussichtlich um 16.00 Uhr ab Rheinberg, Moers, Neukirchen-Vluyn und Duisburg und fahren gemeinsam zur Solawi „Kümper Heide“ in Dortmund. Neben einer Besichtigung des Betriebs können wir auch einige Mitgliedern treffen und  Fragen zur Organisation und Funktionierender Solawi stellen.

Bitte bis zum 22.08.2015 unter nicole.weber.f.santos@rheinberg.de anmelden. Da wir Fahrgemeinschaften bilden wollen, bitte angeben, aus welchem Ort man startet und ob/ wie viele Plätze im Auto frei wären.

Vernetzungstreffen 2016

Am 3. September 2016 findet das diesjährige Vernetzungstreffen der Energiewende  Niederrhein/ westliches Ruhrgebiet statt. Zum 2. Mal treffen sich Interessierte  und Initiativen von 10.00 – 15.00 Uhr in der Stadthalle Rheinberg zum Netzwerken und Ideentauschen, mit dem Ziel, praxistaugliche Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

Geplant sind die folgenden Themen:

  • Berichte aus den Arbeitsgruppen „Energie/ Mieterstrommodell“ und „Solidarische Landwirtschaft (Solawi)“,
  • Informationen zur geplanten Genossenschaftsgründung,
  • Input Elektromobilität,
  • Input Carsharing/ Mobilitätsprojekt im Ländlichen Raum,
  • anschließend Entwicklung der vorgestellten Projektideen im WorldCafé

Wer noch Ideen für weitere Themen hat, kann das gern bei der Anmeldung zum Treffen mitteilen, dann bitte auch angeben, wer einen 5-minütigen Imput-Vortrag zur Vorstellung halten kann. Gäste sind herzlich willkommen, bitte in den entsprechenden Verteilern auf die Veranstaltung hinweisen.

Anmeldungen bis zum 29.08.2016 unter jens.harnack@rheinberg.de.

Interesse an Solawi

Nach 4 erfolgreichen Infoveranstaltungen und einer kleinen Abstimmungsrunde am 16.06. in Rheinberg ziehen wir eine Zwischenbilanz: In den vergangenen Wochen haben wir  über 50 Interessierte gewonnen, die sich vorstellen könnten, eine Initiative der Solidarischen Landwirtschaft mitzutragen. Es gibt also eine Nachfrage nach lokal unter guten Bedingungen angebauten Lebensmitteln. Wie sie sich verteilen, zeigt die Karte oben.

 

Für eine Vollbildkarte, bitte hier klicken: Interessenten SoLaWi

Wir suchen aktuell GärtnerINNEN/ LandwirtINNeN und eine zentrale Fläche/ Gärtnerei, auf der Gemüse angebaut werden kann, möglicherweise schon im nächsten Frühjahr.

Nach den Sommerferien planen wir Exkursionen zu Gruppen der Solidarischen Landwirtschaft in Dortmund und nahe Düsseldorf,  wir informieren zeitnah über die genauen Termine.

Im Anschluss an die Exkursionen treffen sich alle Interessierten, um die Rahmenbedingungen unserer Solawi zu diskutieren: welche Produkte, wie viel darf ein Ernteanteil kosten, gibt es Mitarbeit auf dem Hof (freiwillig oder verpflichtend), welche Organisationsform wählen wir, wirtschaften wir ökologisch oder konventionell, wo kooperieren wir mit anderen Höfen (Eier, Fleisch, Feldfrüchte, Getreide), usw.