Arbeitsgruppe Energieerzeugung, 05.09.2015

EnergieerzeugungDSC_0190

Idee, gemeinschaftlich in ersten Pilotprojekten die Eigenversorgung durch Installation von PV und Solarthermieanlagen auf Privathausdächern zu verbreitern – Organisations- und Kooperations-, Finanzierungs/ Wirtschaftlichkeits- sowie Stimulierungsmodell entwickeln

  • Netzwerkaufbau, Kontakte möglicher Beteiligter
  • Datenbank schaffen
  • Gemeinsamkeiten finden

TN: K. Biederbick/ Krefeld, St. Blome/EG Kranenburg, N. Bömer/ BI, U.Bruckschen/ENNI, O. Feldhaus/ENNI, T. Fidler/Stadt Emmerich, A. Gerdes-Steinhoff/Gamerschlagshof, U. Hecker/Bürgersolar Rheinberg, F. Heyer/Grüne Nettetal, K.W.Hütz/Grüne Kleve, K. Kubernus/Klimabündnis Niederrhein, Z. Laumen/Grüne Kamp-Lintfort, S. Lück/PV-Gutachter, M. Meetschen/Ortslandwirtin Kamp-Lintfort, A. Paulik/Bürgerwindräder Rhbg, M. Strehlke/Energieagentur NRW, Petr Tluka/ Energieagentur NRW, Michael Krämer, Stadtwerke Duisburg AG

Projektidee: Lokale Kampagne Energieversorgung durch erneuerbare Energie am Objekt

Ziel: Energieversorgung verstärkt dezentral am Objekt organisieren. Da derzeit das Thema PV und Solarthermie schwierig ist hier in neuer Kooperation mit neuem Finanzierungs- und Organisations-Modell agieren, und mit Pilots startend bei Erfolg in die Fläche gehen

Prinzip: ca. 30 oder 50 Gebäudeeigentümer lassen auf Ihrem Gebäudedach PV und Solarthermie installieren und versorgen sich so weitgehend selbst mit Strom und Wärme (ca. 25.-30.000€ Invest pro Familie). Stadtwerke, Stadtverwaltung und Energiegenossenschaft agieren gemeinsam bei Akquise, Finanzierung und Dienstleistungsabwicklung.

Vorgehen:

  • Vertrauensaufbau zw. Kooperationspartnern
  • Businessmodell entwickeln, ebenso Organisationsmodell und Finanzierungsmodell
  • Zeitplan entwickeln
  • Aufruf und Suche nach Dacheigentümern in einem Ortsteil, Informationsveranstaltung/en, Presseinfo. Ansprache über Vereine, Kirche, Nachbarschaften
  • Sammelbeschaffung organisieren und Installieren
  • Nach 1 und 2 Jahren Erfolg publizieren/kommunizieren und die Idee vervielfältigen
  • Wettstreit-Initiative zwischen Ortsteilen in einer Stadt/ Solarbundesliga Niederrhein initiieren
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Arbeitsgruppe Mobilität, 05.09.2015

Marketing & Beratung / Individuelle + gemeinschaftliche AnsätzeDSC_0197

  • Gemeinschaftsauto – für Gewerbe, Privatpersonen, Vereine
  • über private Vermietung in der Nachbarschaft
  • Carsharing professionell – privat/ öffentlich
  • Lade-Infrastruktur – neue Triple-Lader

ÖPNV

  • Kosten für Individualverkehr transparent + ehrlich darstellen
  • Kostenloser ÖPNV (Tallin, Hasselt ), ggf. als Schnuppertag
  • Blog „mein positives ÖPNV-Erlebnis“ (analog Blog Stadtradeln)
  • 1 €-Jobber an Fahrkartenautomaten (Bedienerfreundlichkeit verbessern/ Navi) (Beispiel aus Kreis Recklinghausen)
  • Menschen zum ÖPNV begleiten
  • Info-Vorträge vor Ort – Finanzierung über Kreis/ Kreisklimakonzept

Idee: Marketing-Kampagne „pro ÖPNV“ mit Kreis im Klimakonzept verankern, ggf. Kooperation mit Grüne Jugend/ Hochschule Rhein Waal

TN: Catrin Siebert/Kreis Wesel, Nicole Weber/ Stadt Rheinberg, Daniel Biella/ Bürger und E-Auto-Enthusiast, Klaus Köser/ KlimaTisch Rheinberg, Boris Plich/Grüne Voerde, Markus Lassek/Mitarbeiter MdL CDU Dr. Optendrenk, Daniela Lud/ Hochschule Rhein-Waal, Zita Laumen/ Grüne Kamp-Lintfort

Projektidee: Dorfauto/ Nachbarschaftsauto/ Gemeinschaftsauto

Ziel: Viele vorhandene Zweit/drittwagen in der Garage stehen lassen und längerfristig ersetzen durch ein oder mehrere Gemeinschaftsautos. Das funktioniert nur quartiersnah Ideal Beschaffung eines E-Mobil, gespeist durch lokal produzierten Ökostrom.

Prinzip: Nutzung von Kfz in Nachbarschaft/Quartier gemeinschaftlich, entweder ein oder mehrere vorhandene Zweitwagen, oder Beschaffung eines/mehrerer neuer Fahrzeuge (und Abschaffung vorhandener wenig genutzter Zweitwagen). Gemeinsam Verwalten, Pflegen, Koordinieren und Nutzen spart Ressourcen, macht es wirtschaftlicher und bietet Chancen für Hilfesuchende weniger Mobile.

Vorgehen:

  • Ortsteile/Dörfer mit schlechtem ÖPNV-Anschluss/Infrastruktur identifizieren
  • Interesse im Dorf/Nachbarschaft erfragen
  • Initiativnehmer identifizieren, in Vereinen usw. die Idee/ das Angebot vorstellen, ebenso Presseinfo und Presseaufrufe. Unterstützung ggf. von erfolgreichen Initiativen aus der Eifel (Gey, Frau Sylvia Fahle, usw).
  • Sponsorensuche (Werbeauto), Fördermöglichkeiten (LEADER?)
  • Organisations-, Buchungs- und Verwaltungssystem (gibt es extra entwickelt)

Arbeitsgruppe: Energiewende in Bildungseinrichtungen/bei der jungen Generation, 05.09.2015

Energiewende in Bildungseinrichtungen/bei der jungen Generation

Was gibt es bereits für Angebote?DSC_0203

  • Projekt SMS für 6 – 12jährige, ENNI in Neukirchen-Vluyn (Stromsparen macht Schule)
  • Wasserlehrpfad/Energielehrpfad der ENNI im Mühlenfeld/Freiland-PV, N-V
  • Energiesparprojekte in Mülheim, Duisburg (EspaDU), Moers
  • Energiespardetektive (VZ NRW)
  • Energiewende f. Jugendliche (BMU)
  • Schulgarten in Duisburg-Hochfeld – was kann man essen?
  • Von der Schule nach Hause
  • Studentenwohnheim-Bewohner aufklären (HsRW)
  • Angebote der Energieagentur NRW (Klimakids, …)

Verankerung der Themen in Lehrplänen

Energy Awareness Center der Hochschule Rhein-Waal

Wie sind Kinder/Jugendliche zu erreichen? Neugierig machen, was zum Mitmachen/ anfassen bieten, Spaß dabei haben, Lernen vor Ort/ in der Natur

Ideen für Projekte

  • Spaß – zum Anfassen In Einrichtungen und auch außerhalb
  • Green Day
  • Ökol. Fußabdruck persönlich erstelle (CO2-Fußabdruck auf dem Zeugnis)
  • Gemeinschaftsprojekt 50:50 (in Planung)

Idee1 – Vernetzung der Angebote

  • Google-doc für das Sammeln der vorhandenen Angebote (für Schulen, Klimaschutzmanager usw.)
  • Plattform für alle Angebote
  • Übergeordnete Klimaschutzmanager/Gemeinschafts-Ideen
  • Betriebsbesichtigungen/Betriebe einbeziehen
  • Angebote kommunaler Bildungsträger (z.B. VHS) einbeziehen
  • Gesamtberatungsangebot entwickeln (Energie + Bildung als Management)
  • Flächig in alle Kommunen transportieren

Idee 2 – CO2-Fußabdruck

  • an allen Bildungseinrichtungen,
  • auch persönlich für jeden Schüler/ jedes Kind
  • für jedes Familienmitglied/ alle Bewohner
  • öffentlich und transparent machen
  • Ggf über Netzwerk Klimabündnis Kreis Wesel
  • Fertiges Paket als Angebot für alle Schulen
  • Als Angebot eines übergeordneten Netzwerkes
  • Über Pilotschulen/Partnerschaften z.B. Stadtwerke

Projektidee: Bildungsinitiative Energiewende/Klima

Ziel: Bildungseinrichtungen beschäftigen sich systematisch und dauerhaft mit dem Thema, theoretisch und v.a. praktisch, und sparen Energie und Ressourcen vordringlich durch eigenes Nutzungsverhalten ein

Vorgehen:

  • „offene“ Städte suchen, bzw. das Thema bewerben – bevorzug benachbart und als Gemeinschaft agierende Kommunen – Anmerkung: wird aktuell am Niederrhein vorbereitet
  • Förderantrag für Einführungsphase stellen,
  • Bildungsplan aufstellen,
  • Schulpartner/ Kitapartner suchen/ stimulieren
  • Gemeinsame öffentlichkeitswirksame Auftaktveranstaltung organisieren

TN: Akke Wilmes/Verbraucherzentrale NRW, Roland Wolf/Terra Preta, Natalia Balcazar/ Büro Enviro Pro, Andreas Stegerhoff/Firma Stegerhoff, Johannes Beckmann/Mühle Beckmann, Herbert Hornung/ENNI, Kai Steinbrich/ENNI, Daniela Lud/Hochschule Rhein-Waal, Caroline Breidenbach/Büro lecreb, Ingrid Bozsoki/Stadt Wesel, Ralf Dosoudil/Ratsmitglied CDU Neukirchen-Vluyn, Katja Hummert, Büro Wertsicht, Christine Krüger/Stadt Voerde, Christian Creuzburg/Stadtwerke Gelsenwasser

weitere Interessierte: 

Arbeitsgruppe Anders leben/ Verbundenheit erfahren Ergebnisse des Vernetzungstreffen 5.09.2015

Anders leben/ Verbundenheit erfahren – ausgehend von essbare Stadt und Gärtnern bis hin zur Idee/Initiative einer DSC_0194solidarischen Landwirtschaft geht es um Formen von Gemeinschaftsinitiativen, die Verbundenheit schaffen. Es geht aber auch darum, die Individualität des Einzelnen anzuerkennen und für den Lebensstilprozess zu nutzen

TN: Theo Lingen/Aufbruch, Wolfgang Siegel/Freunde von Prokon, Günther Bittel/Umweltgewerkschaft, Manfred Böttcher/VHS Kr. Viersen, Roland Wolf/Terra Preta, Sabine Motzenbäcker/Essbares Kleverland, Fred van Dalen/ Gemeinschaftsgarten Aufbruch, Simon Thölke/Grüne Rheinberg, Ronald Zoch/ BI gegen Braunkohle

Projektidee: Solidarische Landwirtschaft /Gärtnerei–Gründungsinitiative/n (solawi)

Ziel: Erhalt der vielfältigen und „bäuerlichen“ Landwirtschaft und Gärtnerei vor Ort und im Einklang mit der Natur und mit transparenter Bewirtschaftung, nahe der Verbraucher und unter Einbeziehung der Nutzer (Identifikation, Wirgefühl & Solidarität & Gemeinschaft, ökologisch Verträglich, regional/lokal, wirtschaftlich langfristig gesichert).

Prinzip: Der Betrieb wird von einer Gruppe von Menschen aus der direkten Umgebung getragen. Der Hof produziert nicht für den „Export-Markt“, sondern für die festen Mitglieder. Mitglieder finanzieren den Hof und nehmen die Produkte ab (Teilen von Risiko, Kosten, Verantwortung, Ernte), und helfen bei Betrieb und Ernte je nach Verabredung. Konsument /Familien erhalten Einblick in Anbau und Produktion, was Vertrauen schafft.

Vorgehen:

  • Interessierte Unterstützer in/ um eine Stadt bzw. 2 oder 3 Nachbarstädten suchen – Presseaufrufe, Mund-zu-Mund, Vereine/Netzwerke nutzen, Info-Veranstaltung /en organisieren

Unterstützung von anderen bestehenden oder in Gründung befindlichen solawi’s nutzen (Solawi Kümper Heide/Dortmund, Elmar Schulte-Tigges; in Gründung: Langenfeld b. Düsseldorf, Kontakt über Netzwerk solawi, Tel. 0151/20618191 / info@solidarische-landwirtschaft.org

  • Landwirt/Gärtner suchen, der /die Interesse hat als solawi zu bewirtschaften
  • Land/Fläche suchen, um solawi zu starten (abhängig von Produktumfang und Nachfragemenge, mit „Wachstumsmöglichkeit“ in der Nachbarschaft

 Projektidee: Gemeinschaftsgarten, öffentlicher Garten/ essbare Stadt-Initiative

Ziel: gemeinschaftlich arbeiten, bewirtschaften, gestalten, ernten – und ggf. öffentliches Grün wirtschaftlicher pflegen

Prinzip: öffentlicher Raum wird durch Bürger gestaltet, gepflegt und beerntet, bestenfalls in enger Abstimmung mit dem Grünplaner der Stadt. Die Stadt kann Unterhaltungs- und Gestaltungskosten reduzieren, erhöht die Akzeptanz beim Bürger, steigert ihr Image, fördert Engagement, Vertrauen und Kooperationsbereitschaft

Vorgehen:

  • Interessierte Bürger, Jugendliche usw. in einem Ortsteil suchen. Info-Veranstaltung, Presseaufruf, Ansprache in Vereinen usw. organisieren
  • Kontakt mit der Stadt suchen (Planung, Grünplanung und Pflege, Politik, Klimaschutzmanager), ggf. auch mit Betrieben, anderen Grundstückseigentümern Innerorts (z.B. Kirchengemeinden, Schulen)
  • Planung abstimmen (Kooperationsparter können Hochschule Rhein-Waal, örtliche Gärtnerei usw. sein
  • Sponsoren nach Bedarf suchen

Ergebnisse vom ersten regionalen Energiewende-Vernetzungstreffen Niederrhein/westl. Ruhrgebiet am 05.09.15 in Rheinberg

Jens Harnack,  07.09.15

TeilnehmerINNEN: siehe Anwesenheitsliste

  1. 60 Teilnehmer fanden sich zum ersten Vernetzungstreffen ein.DSC_0161
  2. Jens Harnack begrüßte für die Initiatoren und stellte den Ablauf vor
  3. Johannes Beckmann gibt als Statement seine Erfahrungen als Mühlenbetreiber wieder, im Kreislauf zu denken und verschiedenste Stoffe/Ressourcen dabei aufeinander abzustimmen. Dies ist übertragbar auf Abfälle, Ressourcen und die Energieträger bei der Energiewende.
  4. Impuls 1a durch Sabine Motzenbäcker, Essbares Kleverland – stellt dar, was Ernährung, Gärtnern und Eigenversorgung mit der Energiewende zu tun hat, und berichtet von der Initiative und UmsetzungsschrittenUrban Gardening S. Motzenbäcker
  5. Impuls 1b durch Theo Lingen, Initiative Aufbruch – erläutert die Initiative und ihre Ausrichtung
  6. Impuls 1c durch Fred van Dalen, Aufbruch-Gemeinschaftsgarten – stellt die Arbeit im Gemeinschaftsgarten vor
  7. Impuls 2 – stellvertretend durch Nicole Weber – stellt 2 Dorfauto-Initiativen aus der Eifel dar (Dorf Gey und Dorf Thüme), Motivation, Organisation/ Aufwand und sich daraus ergebende weitere Aktivitäten Gemeinschaftsautos LEADER E-ifel.pptx
  8. Impuls 3 durch Oliver Felthaus, Stadtwerke ENNI – erläutert die neue Firmenphilosopie anhand von bereits realisierten Projekten und stellt die Idee Mieterstrommodell mittels erneuerbarer Energie vor. J.Harnack ergänzt, dass die Idee ist, in 3 Pilotgemeinden mit je 30 – 50 Gebäudeeigentümern und in Kooperation mit Energiegenossenschaften Solar zu installieren für alle Beteiligten als win-win. Ein diesbezügliches Pilot im Geschosswohnungsbau wird in Rheinberg aktuell in die Fläche getragen.Felthaus Rheinberg 050915
  9. Teilnehmer bilden zu 4 selbst eingebrachten Projektideen Gruppen und diskutieren und vertiefen die Projektidee. Dabei soll(te) versucht werden, nicht über Hemmnisse und Schuldige zu diskutieren, sondern darüber wie es geht, wen man braucht, usw., also möglichst konkret.
  10. Von den Gruppen werden die Ergebnisse dem Plenum vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass es wichtig ist, sich erst einmal kennen zu lernen. Konkretisierungen erweisen sich als schwierig, wobei tw. die Gruppen dtl. zu groß sind.Tw. werden auch vertiefende Fragen z.B. zur Organsiation ausdiskutiert, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht maßgeblich sind.

Erstes Vernetzungstreffen ganzheitliche Energiewende Niederrhein/ westliches Ruhrgebiet am 05.09.2015 in Rheinberg

Niederrhein/Ruhrgebiet. Die Welt redet und diskutiert seit Jahren über die Energiewende. Dabei wird sich bei dem Begriff gern auf 4 – ausschließlich technische – Themen bezogen: Erneuerbare Energien statt fossile Energieträger, Energieeffizienz steigern, Netze ausbauen und Speicher ermöglichen.

Trotz großer Erfolge gerade auch in Deutschland, machen sich die Erfolge in Bezug auf die Verminderung der klimaschädlichen Gasausstöße wie CO2 nicht deutlich bemerkbar. Das hängt u.a. damit zusammen, dass zum Gelingen der Energiewende alle betroffenen Systeme darauf abgestimmt und neu gedacht und organisiert werden müssten. Insbesondere betrifft dies unsere Werte, unsere Wirtschaftsform mit dauerhaften Wachstumsambitionen, die räumliche Organisation von Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeit, die Erreichbarkeit, das Bewusstsein und Handeln aller Menschen als Nutzer und Konsumenten.

Dies kann von „Oben“ nicht verordnet werden, sondern muss von „Unten“ initiiert und gemeinschaftlich angegangen werden. Hierzu sind die Menschen in unserer Region und im einzelnen Quartier/Stadtteil gefordert.

Mit dem ersten regionalen Vernetzungstreffen, einem gesellschaftspolitischen Experiment von „Unten“, betreten die Initiatoren Neuland. Eingeladen waren Akteure zwischen Essen und Straelen sowie zwischen Kleve und Mönchengladbach – Genossenschaften und Initiativen, Verbände und BürgerINNEN, Stadtverwaltungen, Lokal- und Regionalpolitiker, Institutionen, Wissenschaft und Forschung, Energieversorger. Die Resonanz war gut, auch wenn die Stadthalle in Rheinberg nicht vor Menschen überquoll. Das Hauptziel wurde erreicht – das Veranstaltungsformat brachte die unterschiedlichsten Akteure aus der Region zusammen und zeigte die Vielfalt bereits vorhandener Aktivitätenmit unterschiedlichsten Sichtweisen auf und schaffte den erforderlichen Raum zum Kennenlernen und Vertrauensaufbau. Denn es erfordert Vertrauen, um Kooperationen einzugehen, um Projektideen umzusetzen, die neu zu findenden Wirtschafts- und Organisationsmodelle benötigt. Ein Grundstein für Vernetzung und Vertrauensaufbau wurde mit diesem Vernetzungstreffen geschaffen.

Die Akteure fanden sich zu den vier Projektideen bzw. Handlungsfeldern

  • Nahmobilität organisieren im ländlichen Raum (E-Mobilität, Dorfgemeinschaftsauto(s) beschaffen und nutzen, sowie Mobilitätsdienste für die Gemeinschaft organisieren).
  • Neue Kooperation zwischen in Energiegenossenschaften organisierten Bürgern (= Mit- Finanzierer), lokalen Energieversorgern/Stadtwerken, der Kommune, sowie Gebäudeeigentümern zur Organisation der Energiedienstleistung durch erneuerbare Energie direkt im Gebäude. Idee hier ist, in einigen Städten je einige Dutzend Gebäude mit Solarstrom- und Solarwärme-Anlagen zu bestücken und so langfristig klimafreundliche Energieversorgung zu einem sehr günstigen Preis für den Endkunden zu schaffen. Alle Beteiligten profitieren. Das Modell ist bei Erfolg fächendeckend möglich.
  • Initiierung und Organisation von Energie-, Klimaschutz- und Lebensstil-Bildungsinitiativen in Kindergärten und Schulen – Gemeinschaftsinitiative und Bündelung von vorhandenen, aber auch Entwicklung von neuen Angeboten
  • Kooperationsmodell zwischen Hochschule, Kommune mit Grünflächen- und Planungsämtern, Gärtnereien und Kleingartenvereinen, sowie Bürgern, um öffentlichen Raum „essbar“ und erlebbar zu machen, Gemeinschaftsgärten zu initiieren, die Städte liebenswürdiger zu gestalten, Obst und Gemüse wieder verstärkt vor Ort anzubauen (gerade auch im städtischen Raum), und eine Initiative starten, um kleinere Landwirtschaftliche Einheiten zu erhalten und naheliegende Städter über das Modell einer solidarischen Landwirtschaft erlebbar mit Gemüse zu versorgen.

Gerade bei lDSC_0169etztgenannten Projekten kommt dem Thema Verbundenheit und Wertschätzung besonders deutlich wieder mehr Bedeutung zu, auch eine wichtige Voraussetzung, um insgesamt das Bewusstsein für die Energiewende zu schaffen.

Wie geht es weiter?

Es wird ein zweites Vernetzungstreffen am Sa., 13. Feb. 2016 erneut in der Stadthalle Rheinberg geben. Interessierte sind herzlich eingeladen und willkommen. Zu den 4 genannten Themenkomplexen und Projektideen werden sich die Akteure – offen auch für weitere Interessierte – in den nächsten Monaten mit der weiteren Konkretisierung der Ideen beschäftigen und in Arbeitsgruppen zusammen kommen.